Category: Kopfhoerer

Test: Technics RP-DJ 1210 Kopfhörer

Nach einem ausgiebigen Test können wir euch diese Ergebnisse präsentieren:

Verpackung und Installation:
Der Kopfhörer kam verpackt in einem Karton und war mit verschiedenen Schichten von Folie umgeben um eventuelle Transportschäden zu vermeiden. Um die Kopfhörer wiederzuverpacken wäre ein großer Aufwand von nöten.
Der Kopfhörer kommt mit einem aufschraubbaren Adapter von 3,5mm auf 6,3mm Klinke, dieser sitzt nach dem Festschrauben bombenfest und hält auch den wildesten Partys stand. Eine weitere Installation ist nicht nötig, Kopfhörer einstecken und loshören.
Zudem gehört zu dem Kopfhörer eine edle Ledertasche um die Kopfhörer sicher transportieren zu können.

Optik und Verarbeitung:
Ich beginne mit dem Kabel, dieses ist ein Spiralkabel mit der Länge von 3m. Es ist gut verarbeitet, kommt allerdings mit Vor- und Nachteilen. Die große Kabellänge bietet vor allem dem DJ eine große Bewegungsfreiheit am DJ-Pult und da das Kabel in Spiralform ist, stört es in eingerolltem Zustand nicht. Allerding verknotet sich das Kabel auch gerne, was jedes mal ein zeitraubendes Ärgernis ist. Das Kabel lässt sich nicht entfernen oder wechseln.
Der Bügel ist ziemlich dick und bietet dadurch eine hohe Stabilität. Durch die Polsterung liegt dieser auch angenehm auf dem Kopf auf. Zudem steht auf diesem der “Technics”-Schriftzug mit einem hohen Wiedererkennungswert.
Zwischen dem Bügel und den Ohrmuscheln befindet sich die Möglichkeit die Kopfhörer auszufahren und diese an die jeweilige Kopfform anzupassen. Dies ist sehr stabil und bleibt durch kleine Einkerbungen auch im Clubbetrieb auf der eingestellten Höhe. Zudem lassen sich die Kopfhörer hier zum Transport zusammendrehen.
Die Ohrmuscheln selbst hängen an einem Gelenk mittels welchem die Muscheln sich genau an die jeweilige Ohrform anpassen. Die Ohrmuscheln selber sind gepostert, drücken sich allerdings ziemlich stark an die Ohren. Dies kann nach längerem Tragen – länger als 4 Stunden – unangenehm werden. Durch diesen starken Anpressdruck sind die Kopfhörer allerdings extrem Schalldicht.

Klang:
Der Kopfhörer überzeugt klanglich auf der ganzen Linie. Sehr präzise Höhen, saubere Mitten und eine kraftvoller, drückender Bass rundet das Gesamtklangbild ab.
Der RP-DJ 1210 ist in dieser Preisklasse sehr weit vorne dabei und als klanglicher Konkurrent des Sennheiser HD-25 anzusehen.

Fazit:
Falls man auf der Suche nach einem guten DJ-Kopfhörer ist, macht man mit dem Technics RP-DJ 1210 auf keinen Fall etwas falsch. Sowohl Zuhause als im Club macht dieser Kopfhörer eine gute Figur. Der größte Nachteil ist allerdings der starke Anpressdruck, welcher nach einer Weile störend werden kann.

Technische Daten:
Frequenzgang: 5 Hz – 30 kHz
Impedanz: 32 Ohm / 1kHz
Empfindlichkeit: 106 db/mW
Gewicht: 230g (ohne Kabel)
Kabellänge: 3 m
Kabelführung: einseitig

Preis:
UVP: 179€
Straße: 119€

Test: AIAIAI TMA-1 Beatport Edition

Im zweiten Quartal 2012 erschien der AIAIAI TMA-1 auf dem deutschen Markt. Hierbei handelt sich um ein speziellen DJ-Kopfhörer, der in Zusammenarbeit mit 25 der weltweit besten DJs und Produzenten sowie mit AIAIAI und Beatport entwickelt wurde. Preislich befindet sich der TMA-1 auf dem selben Niveau wie der Sennheiser HD-25. Ob auch die Qualität des TMA-1 überzeugen konnte, wurde ausführlich getestet und in diesem Bericht zusammengefasst.

AIAIAI steht für Headband, Cushions, Filter, Driver, Isolation, Headphone Cup und Cable. Die Bezeichnung TMA-1 für “Tycho Magnetic Anomaly-1″ und wurde aus dem Science-Fiction Film “A Space Odyssey” von Stanley Kbrick entnommen.

Der Einführungspreis lag zeitlich bei 199,00 Euro, doch mittlerweile kann man den DJ-Kopfhörer für 179,00 Euro erwerben. Für diesen Preis bekommt man ein professionellen DJ-Kopfhörer, der sich in einer hochwertigen Verpackung befindet. Bereits hier wird deutlich, dass die beiden Hersteller AIAIAI und Beatport ein qualitativ hochwertiges Produkt auf dem Markt bringen wollten.

Als Zubehör wurden zwei weitere Earpads, eine Aufbewahrungstasche als auch das ingesamt 1,5 Meter lange Kabel beigelegt. Auch ein Aufsatzstecker von 3,5mm zu 6,3mm Klinke befindet sich im Inhalt.

Das Design ist sehr schlicht und einfach gehalten. Der TMA-1 befindet sich in einer mattschwarzen Ummantelung. Nur die Verbindungskabel zu den Earpads können das Design etwas hervorheben. Dies war jedoch Absicht: “Der Designansatz bestand darin, so viel wie möglich an Design wegzulassen und sich nur auf Details zu konzentrieren, die notwendig sind, damit das Design technisch und visuell funktioniert.” Kurz gesagt, die Qualität des Produktes liegt im Vordergrund. Als Zusatz sollte man noch anmerken, dass es zwei Edition gibt. Die erste hat neon-grüne und die zweite schwarze Kabelbänder.

Mit dem AIAIAI TMA-1 ist purer Hörgenuss garantiert. Man hört wirklich die feinsten Stellen heraus. Umso wichtiger ist es, dass man auch ein hochwertiges Medium bereitstellt. Unterschiede bei 128, 192 und 320 Kbps werden schon deutlich.

Im Test hatten wir Zugriff auf die drei Kopfhörer Technics RP-DJ1200, Sennheiser HD25 und TMA-1. Den ersten Platz machen die beiden letzteren Kopfhörer sprich HD25 und TMA-1 miteinander aus. Doch hier spielt die eigene Meinung eine wichtige Rolle. Im Grunde spielen beide Kopfhörer auf dem selben Niveau und konnten uns vollkommen zufriedenstellen. Auch von der technischen Seite aus betrachtet, kann sich keiner der beiden DJ-Kopfhörer durchsetzen.

Somit ist letztendlich ausgesagt, dass der AIAIAI TMA-1 in der Beatport Edition ein guter Ersatz zum HD25 geworden ist und in jeglicher Art und Weise mithalten kann. Wir können den TMA-1 volle Punktzahl geben und mit gutem Gewissen eine Kaufempfehlung aussprechen.

Test: Sennheiser HD 25-SP II

Nicht umsonst gilt der HD 25 von Sennheiser als lebende Legende unter den DJ-Kopfhörern. Doch was taugt sein kleiner Bruder, die Version SP II? Wir haben diese Version für euch im Test unter die Lupe genommen.

Lieferumfang

Natürlich ist in der blauen Pappschachtel von Sennheiser der Kopfhörer selbst zu finden. Daneben findet sich ein 3m langes glattes Kabel im Lieferumfang, das auf Wunsch an den Kopfhörer an- und abgeschlossen werden kann. Für den Anschluss an den Mixer liegt außerdem noch ein 6,3mm-Klinkenadapter bei, der bei Bedarf auf den Klinkenstecker des HD 25 geschraubt werden kann.

Aufbau, Design und Verarbeitung

Beim Aufbau und Design orientiert sich der SP II klar an seinen großen HD 25 Brüdern. Schwarz dominiert das Design und der Kopfhörer und sein Kabel sind nahezu einfarbig. Ausnahmen machen die weiße Aufschrift, der rechte, rote Kabelstecker und das kleine graue Kopfpolster an der Unterseite des Bügels. Dieser Bügel garantiert allein schon durch seinen Aufbau große Robustheit. Ohne irgendwelche Verbindungen am Bügel, also quasi aus einem Stück Hartplatik gefertigt, bietet der Kopfbügel mit der Produktbezeichung als Aufschrift eigentlich keine möglichen Bruchstellen. Ebenfalls einfach aber gerade dadurch robust sind die Ohrmuscheln am Bügel montiert. Anstatt an wackeligen Drehmechanismen befestigt zu sein, werden sie einfach an den dünnen Enden des Bügels aufgesteckt und können so auch sehr leicht längenverstellt werden. Diese Verstellbarkeit erweist sich im Test als sehr einfach und für eigentlich jede Kopfform geeignet.
Schwarz dominiert das Bild – © Scratchmix

Schwarz dominiert das Bild – © Scratchmix

Drehen lassen sich die Muscheln übrigens trotzdem und zwar um 360° in jede Richtung, was durch das einfach Aufstecken auf die Bügelenden gelingt. Die Ohrmuscheln sind wie der Rest des SP II sehr schlicht. Auf der Innenseite befindet sich der Treiber, teilweise verdeckt durch die sehr weichen, schwarzen Lederpolster, die trotz ihrer geringen Größe sehr angenehm auf dem Ohr liegen. Durch die Bügelkonstruktion wird hier ein enormer Druck auf die Ohren erzeugt, der laut Hersteller bei 3N liegt (ca. 300g, die auf euer Ohr drücken). Dies verspricht im Einsatz eine starke Isolation, wobei das Versprechen gehalten wird, ohne dass die Muscheln unangenehm auf das Ohr drücken.
Die rechte Ohrmuschel des HD 25-SPII

Die rechte Ohrmuschel des HD 25-SPII – © Scratchmix

An der Außenseite sind die Muscheln aus schwarzem Hartplastik und haben ebenfalls weiße Aufschriften. In die Muscheln hineingesteckt wird dann jeweils ein Stecker, ein schwarzer Links und ein roter Rechts.

Das Design ist insgesamt sehr schlicht und dadurch auch chic. Die geringe Größe des Kopfhörers überrascht direkt beim auspacken, das Motto “Klein aber Oho” ist hier Programm. Durch die Kombination aus Hartplastik und einer einfachen Konstruktion wird beim HD 25-SP II dabei eine unglaublich lange Lebensdauer von einigen Jahren, aber auch ein geringes Gewicht von gerade einmal 115g garantiert.

Klang

Klanglich spielt der HD 25-SP II wie seine großen Brüder in der Champions League der DJ-Kopfhörer mit. Sehr differenziert gibt der Kopfhörer so ziemlich alle Frequenzen wieder, ohne dabei unnatürlich zu klingen. Für DJs optimiert ist vor allem der Bass sehr mächtig und zeigt, was in diesem kleinen Gerät steckt. Gerade für Übergänge ist diese Eigenschaft unverzichtbar und macht den Kopfhörer in Kombination mit der sehr guten Isolation zu einem optimalen Club-Begleiter.

Im mittleren Frequenzbereich ist der Kopfhörer ähnlich gut, aber natürlich leiser als im Bassbereich und hat dadurch die optimale Lautstärke für mittlere Frequenzen. Bei hohen Tönen zeigt sich der einzige klangliche “Nachteil” des SP II gegenüber seinen Brüdern. Wie man schon den technischen Daten entnehmen kann, geht der Kopfhörer “nur” bis 16 kHz. Das macht sich zwar ganz leicht bemerkbar, ist aber im DJ-Einsatz überhaupt kein Problem und bei hohen Lautstärken eventuell sogar von Vorteil, da bei hohen dB-Zahlen die hohen Frequenzen gerade im Live-Einsatz sehr unangenehm sein können.

Wer sich Sorgen macht, dass ihm die 16 kHz dennoch nicht reichen würden, der sei beruhigt: Die hohen Frequenzen werden nicht direkt abgeschnitten sondern fallen ab 16 kHz in der Lautstärke ab, wodurch der Unterschied zu den teureren HD 25 Versionen sehr stark minimiert wurde.

Insgesamt befindet sich der HD 25-SP II also auf einem hohen und für DJs sogar optimalen Niveau. Auch für kleinere Studioanwendungen kann er problemlos angewendet werden. Im Vergleich zu seinen größeren Brüder zeigt sich, dass der SP II nur einen Hauch schwächer im Klang ist, der Unterschied wird nur im direkten Vergleich deutlich.
Der HD 25-SP II von vorne – © Scratchmix

Der HD 25-SP II von vorne – © Scratchmix

Praxis

In der Praxis zeigen sich beim HD 25-S II ganz klar seine Stärken und Schwächen, wobei die Stärken klar dominieren. Bei einem hohen Tragekomfort, bei dem man den Kopfhörer am Kopf kaum bemerkt und einer geringen Größe, die den Kopfhörer sehr leicht zu transportieren macht, zeigt sich schon, wie gerne man den HD 25-SP II mit in den Club nimmt.

Durch die starke Isolation und den kräftigen Bass ist ein perfektes Monitoring möglich und Übergänge werden zum Genuss. Dazu kommt dann auch noch, dass der Kopfhörer im Club fast alles mitmachen dürfte, da seine Konstruktion und Verarbeitung sehr überlegt und robust erscheinen. In der lauten Umgebung zeigt sich noch eine weitere Stärke, die bisher noch nicht angesprochen wurde: Mit einem maximalen Schalldruckpegel von 114 dB kann sogar in der lautesten Umgebung noch gut gearbeitet werden. Da kann nur ein Tinitus verhindern, dass richtig vorgehört werden kann.

Schwächen gibt es dagegen nur Eine und diese auch nur bedingt: Wer empfindlich ist, stark mitfeiert und vor dem Equipment rumhüpft oder wer ein Talent hat, seine Kabel zu verdrehen, der wird in der Praxis einen leichten Dämpfer der Freude erleben. Die zweiseitige Kabelführung könnte so nämlich den eben genannten Personen zum Verhängnis werden, da sich bei diesen eventuell die Kabel sehr oft verdrehen und verhäddern und somit am Hals und am Kopf sehr unangenehm werden könnten.

Wir hatten im Test selbst keine Schwierigkeiten damit. Wer mit dem Gedanken spielt, sich den HD 25-SP II zu kaufen, sollte dies aber vorher für sich selbst testen.

Fazit

Das SP für “Semi-Professional” hat der HD 25-SP II von Sennheiser unserer Meinung nach nicht verdient. Für 60€ weniger als für den großen Bruder erhält man hier beinahe dasselbe starke Komplettpaket. Klanglich und verarbeitungstechnisch ist der Kopfhörer überragend, Gewicht und Größe sind sehr klein und die Isolation, bzw. der Anpressdruck überzeugen auf ganzer Linie:
Eben mehr als “Semi-Professional”!

Pro:

robuste Bauweise und Verarbeitung
starke Isolation durch hohen Anpressdruck
überragender Klang mit kräftigem Bass
jedes Teil ist austauschbar
geringes Gewicht und kompakte Größe

Contra:

doppelseitige Kabelführung
ein Hauch von Schwäche bei den Höhen

Preis: ca. 129€ (Straße) / 154€ (UVP)

Technische Daten:

Frequenzgang: 30 – 16.000 Hz
Schalldruck: 100 dB (Kennschalldruck) / 114 dB (Maximaler Schalldruck)
Bauweise: geschlossen und ohraufliegend
Kabellänge: 3 m (glatt)
Treiber Durchmesser: 40mm
Impedanz: 60 Ohm
Nennbelastbarkeit: 200 mW
Gewicht: 115 g

Test: Sennheiser HD 25-SP II, 9.5 out of 10 based on 2 ratings

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